„Taizé“ steht heute für eine ökumenische Bruderschaft.
Der Gründer dieser einzigartigen Gemeinschaft war Roger Louis Schutz, Sohn eines Schweizer reformierten Pastors und einer Französin aus dem Dorf Taizé in der Bourgogne.
In den 1930er Jahren studierte Roger evangelische Theologie, bevor er 1940 nach Taizé aufbrach. Dort versteckte er mit einigen Freunden Flüchtlinge und Juden vor den deutschen Besatzungstruppen.
Da die Gestapo ihn verfolgte, musste er 1942 in die neutrale Schweiz. Er blieb dort bis 1944 , um dann wieder nach Taizé zurückzukommen, wobei er sich nun um die Kriegswaisen, aber auch um die deutschen Kriegsgefangenen kümmerte… .
Aus dieser Arbeit heraus gründete er mit 6 anderen Brüdern 1949 die „Communauté de Taizé“ und wurde Zeit seines Lebens unter dem Namen „Frére Roger“ der erste Prior dieser Bruderschaft.
„Lieben und es mit seinem Leben sagen“ war dabei sein Lebensziel.
Anfangs kamen viele Theologen und bald auch Jugendliche aus der ganzen Welt, um diesen Orden und seine Philosophie kennenzulernen.
Im Laufe der Zeit hat nun die Bruderschaft von Taizé eine ganz eigene, charakteristische spirituelle Gesangsform entwickelt.
Dabei werden meist kurze, einstrophige Sätze in vielfacher Wiederholung gemeinsam gesungen, oft auch mehrstimmig.
Die Gesangstexte basieren auf Bibelstellen und sind meist in Latein, aber auch in anderen Sprachen verfasst und erreichen einen ganz eigenen, meditativen Stil.
Da diese Lieder mit ausgeprägten Zeiten der Stille und inneren Einkehr unterstrichen werden, kann man die Wirkung nur schwer beschreiben… , aber um so besser erleben.
